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Die aktuelle Lage im Ladenbau

Daten und Informationen

Der Deutsche Ladenbau Verband erhebt regelmäßig Umfragen unter den Mitgliedsfirmen des Verbandes zur aktuellen Lage der Branche. Er gibt Informationen heraus zu wichtigen Themen, die die Unternehmen akut betreffen.

Die aktuelle Lage im Ladenbau September

4. Oktober 2022

59 % der Ladenbauer und 63 % der Zulieferunternehmen berichten von einer spürbar sinkenden Investitionsneigung ihrer Kunden. Die Auslastung in Produktion und Planung|Büro ist zwar etwas zurückgegangen, die Ladenbauer sind für den Abschluss des Jahres 2022 dennoch optimistisch.  Die Materialknappheit ist zurückgegangen, dafür bereiten Preisexplosionen im Energie- und Materialbereich Sorgen.

Die aktuelle Lage im Ladenbau 
April/Mai

12. Mai 2022

Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie ist die Lage der Ladenbauunternehmen weiterhin stabil. Die Aussichten beurteilen die meisten dLv-Mitgliedsunternehmen für 2022 als gut. Sorge bereiten aber Materialknappheit- und preise, Fachkräftemangel und – aufgrund der ungewissen Aussichten zum Ende der Pandemie und des Ukraine-Krieges – eine mögliche nachlassende Investitionsneigung des Handels.

Sonderumfrage zum Thema Nachhaltigkeit

23. März 2022

Nachhaltigkeit ist kein kurzfristiger Trend, das zeigen u.a. die Anfragen der Fachpresse an den dLv. Für die dLv-Unternehmen ist es ein Thema, das alltäglich geworden ist. So geben 59 Prozent der Ladenbauunternehmen an, ihren Aufwand beziffern zu können. Dieser beträgt im Durchschnitt 2,4 Personen. Allerdings können sie zum größten Teil ihre Kosten nicht beziffern.

Die aktuelle Lage im Ladenbau Januar/Februar

15. Februar 2022

Die Verschiebung von Projekten aufgrund Lieferkettenproblemen beschäftigt die Ladenbau- und Zulieferunternehmen weiterhin. So melden nur 30% der Ladenbauer und 26% der Zulieferer, dass sie von Verschiebungen nicht betroffen sind. Der Handel investiert und zwar mit Abstand am meisten im LEH. Die Ladenbauer berichten, dass auch der private Sektor viel Geld für den Innenausbau ausgibt. Wie erwartet bildet der Bereich Fashion/Schuhe bei den Investitionen das Schlusslicht. 

Die aktuelle Lage im Ladenbau August/September

5. Oktober 2021

Die Auftragslage der Ladenbauer hat sich gegenüber den Monaten Mai/Juni deutlich verbessert. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei 98 %. Die seit langem bestehenden Lieferschwierigkeiten, verbunden mit hohen Materialpreisen, halten unverändert an. 

Die aktuelle Lage im Ladenbau im Mai/Juni

12. Juli 2021

Die Kurzarbeit hat in vielen Betrieben gegenüber den Vormonaten weiter abgenommen. 93% der Ladenbauer und 98% der Zulieferbetriebe mit eigener Produktionsstätte produzieren voll. Deutlich verschlechtert hat sich die Lage bei der Beschaffung. Extrem hohe Materialpreise und zunehmend belastete Lieferketten erschweren das Tagesgeschäft. Baustellenverzögerungen sind an der Tagesordnung. 

dLv-Brancheninformation Juni 2021

22. Juni 2021

Materialknappheit verschärft | Materialpreise explodieren

Die dLv-Mitgliedsunternehmen beklagen seit mehreren Monaten lange Lieferzeiten, Materialengpässe und extreme Preissteigerungen bei Material. Diese Situation hat zunehmend Auswirkungen auf das tägliche Geschäft. Fehlende Planungssicherheit und Baustellenverzögerungen sind nur zwei von vielen Folgen für die Branche.

Basis dieser Aussagen ist die aktuelle Umfrage unter den dLv-Mitgliedsfirmen von Juni 2021.

Der Deutsche Ladenbau Verband sieht derzeit die Leistungsfähigkeit der Mitgliedsunternehmen, die sich insbesondere durch Schnelligkeit, Flexibilität und einen hohen Qualitätsstandard auszeichnet, in Gefahr.

Die aktuelle Lage im Ladenbau

31. März 2021

LIEFERENGPÄSSE, WARTEZEITEN,  PREISANSTIEGE | Die Schlacht ums Material

Funktionieren die Lieferketten noch reibungslos? Mehr als die Hälfte der dLv-Mitglieder sagen „Nein“. 25% bemerken sogar eine wesentliche Verschlechterung gegenüber Januar 2021. Die Entspannung im Sommer und Herbst 2020 war eine kurze Zeit der Normalität. Zunehmend werden seit Jahresbeginn Engpässe,  lange Lieferzeiten und Preisanstiege zum Problem.

Auf Ware aus Asien muss teilweise deutlich länger als früher gewartet werden. Bis sie eintrifft, vergehen nicht selten Monate. Aber auch für Standardmaterialien, die früher innerhalb 24 Stunden verfügbar waren, beträgt die Lieferzeit momentan bis zu drei Wochen. Das ist für die Branche, die sich Flexibilität und Schnelligkeit auf die Fahne geschrieben hat, eine neue Situation. Bei der Materialverfügbarkeit bestehen für die Ladenbauer beim Metall die größten Probleme gefolgt von Dekorplatten. Die Zulieferer haben nach wie vor die größten Schwierigkeiten in der Beschaffung elektronischer Bauteile und LEDs. Ein Grund für die Engpässe bei den Dekorplatten mag am gestiegenen Bedarf der Möbelindustrie liegen. Deren Verband meldete in den letzten Wochen einen deutlichen Anstieg der Fertigung insbesondere bei Küchen.

Zu den Lieferengpässen hinzu  kommen die exorbitant gestiegenen Frachtraten für Container. Die Knappheit bei der Verfügbarkeit der Containerschiffe ist eine Folge des Lockdowns. Die Menschen ar- beiten zuhause, geben kein Geld für Urlaubsreisen oder Restaurantbesuche aus und investieren in ihr Zuhause. Es werden deutlich mehr Waren, u.a. Unterhaltungselektronik, Sportgeräte und auch Fahrrä- der, bestellt als vor der Krise. Diese Waren kommen mehrheitlich aus Asien. Die Reedereien erleben seit August 2020 einen nie dagewesenen Ansturm. Dieser wiederum beeinflusst stark die Preise. Mitglieder berichten, dass früher für eine Containerladung rund  1.000 Euro gezahlt werden musste. Heute sind es bis zu 9.000 Euro, die fällig werden. Einige dLv-Unternehmen aus dem Zulieferbereich haben aufgrund dieser Sachlage ihre Preise anpassen müssen und erheben Lieferzuschläge.

Zum Teil deutliche Preisanstiege beim Material melden 92% der Mitgliedsfirmen insgesamt. Gravierend sind diese bei Stahl, Kunststoff und Kupfer. Insbesondere die Zulieferbetriebe leiden stark unter dem Anstieg der Materialpreise. Gaben bei der Januar-Umfrage noch 74% der Firmen an, unter gestiegenen Rohstoffpreisen zu leiden, sind es jetzt 93%.

Der dLv erhebt regelmäßig unter den Mitgliedsfirmen Daten über die aktuelle Lage. Die hier vorgestellten Zahlen stammen aus der aktuellen Umfrage März 2021.

 

Die aktuelle Lage im Ladenbau

16. Februar 2021

Ein weiteres Jahr im Ausnahmezustand?

Der Einzelhandel erlebte 2020 ein Jahr der Extreme, so der HDE in einer Mitteilung Anfang Februar 2021. Während die Coronakrise viele Händler an den Rand der Insolvenz bringt, freuen sich andere über Umsatzzuwächse nicht selten im zweistelligen Bereich. Das betrifft vor allem den Lebensmittelhandel, aber auch Möbelhändler und die Baumärkte. Dagegen musste der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes vom 1. Februar 2021 im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen von real rund -20,0 % hinnehmen. Die Ladenbaubranche spürt diese besondere Lage im Handel unmittelbar und durchlebt eine ungewohnte Auftragslage, abhängig von der Branche, für die gearbeitet wird. Das wird aus der aktuellen Umfrage unter den dLv-Mitgliedern deutlich, deren Ergebnis jetzt vorliegt. So meldet fast die Hälfte der Ladenbauunternehmen einen schlechteren Auftragsbestand als 2019, während 29% in 2020 mehr Aufträge als in 2019 verbuchen konnten.

Aussagen zu Investitionen sind vom Handel entweder nicht oder nur unverbindlich zu bekommen. Bei der letzten Umfrage im November hatte die Mehrheit unserer Umfrageteilnehmer befürchtet, dass der Handel im Falle eines zweiten Lockdowns spürbar mit noch größerer Zurückhaltung bei Investitionen reagieren werde. Diese Befürchtungen sind eingetreten. Die Ladenbauer klagen über wenig Planbarkeit. Einzig der Lebensmitteleinzelhandel ist ungebrochen investitionswillig.

In den letzten Wochen sind Klagen über teils deutliche Preiserhöhungen bei Rohstoffen laut geworden. Rund 84% der Ladenbauer bestätigten in der Umfrage Preisanstiege, besonders bei Stahl. Bei den Zulieferern sind es rund 74% der dLv-Firmen, die vor allem im Bereich Kunststoff mit hohen Preisen konfrontiert werden. Auch mit Lieferschwierigkeiten haben die Mitglieder zu kämpfen. Die Ladenbauer spüren die angespannte Lage besonders bei Dekorplatten (58%) und Metall (52%). Die Zulieferer wiederum haben Probleme am Materialmarkt bei Elektronikbauteilen, Natur- und Kunststein sowie MDF- und Spanplatten.

Die Stimmung unter den dLv-Mitgliedern ist dennoch vorsichtig optimistisch. Die Wenigsten rechnen für das laufende Jahr mit nennenswerten Umsatzzuwächsen, sondern sind zufrieden, wenn sie mit einem halbwegs ordentlichen Ergebnis durch die Krise kommen.  Das Jahr 2021 wird sich nach Meinung der Mehrheit der Umfrageteilnehmer nicht wesentlich vom Jahr 2020 unterscheiden. Licht am Ende des Tunnels sehen viele erst für Ende des Jahres 2021. Die Zeit haben viele Unternehmen genutzt, in die eigene Infrastruktur zu investieren, Mitarbeiter zu schulen und Prozessabläufe neu zu organisieren. Das Motto für das Jahr 2021 heißt: Durchhalten!

Ladenbau in schwierigen Zeiten

1. Oktober 2020

Die Coronakrise stellt alles auf den Kopf und das in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. So ist die Misere im durch den Lockdown arg gebeutelten Handel bei den Ladenbauern angekommen. Die Auftragslage ist schlecht für diejenigen, die in den besonders betroffenen Handelsbranchen unterwegs sind.  So sind die Erhebungen, die der dLv seit Anfang April unter seinen Mitgliedern durchführt, nur eine Bestätigung dessen, was ohnehin jeder ohne Zahlen weiß: die Investitionswilligkeit des Handels ist zögerlich, Projekte werden aufgegeben, geschoben oder verkleinert. Dagegen läuft es im privaten Innenausbau gut, weil die Reisebeschränkungen und die Unsicherheit, wie es weitergeht, dazu führen, dass vermehrt ins eigene Heim investiert wird. Die Zahlen der Möbelindustrie bestätigen diese Einschätzung.

Auszug aus der aktuellen Erhebung August/Anfang September 2020 (die Auswertung ist abgedruckt im Insider 61):

Wie ist die Auslastung in der Produktion?

Eine 100%ige Auslastung können 20% der Unternehmen melden. Zwischen 75% und 100% Auslastung liegen rund 28% aller Unternehmen. Rund die Hälfte aller dLv-Unternehmen produziert also nahezu in voller Auslastung. Stark ist momentan für Viele der private Innenausbau.

Wie sehen Sie Ihren Auftragseingang im 2. Quartal 2020 im Vergleich zum gleichen Quartal 2019?

Immerhin 11% der Unternehmen sehen keine Veränderung gegenüber 2019. Rund 30% haben zwischen 10 und 30% weniger Aufträge. Aber 33% müssen sich mit einem Auftragsrückgang von 40 bis 50% abfinden. 

Planen Sie den Arbeitsplatzabbau?

Erfreulicherweise planen rund 70% nicht, Mitarbeiter zu entlassen. 25% warten die weitere Entwicklung ab. Der Fachkräftemangel war vor der Krise beherrschendes Thema. Daher halten die Firmen an Ihren Mitarbeitern fest, wenn es für sie möglich ist.

Was war für Ihr Unternehmen in den letzten Wochen die größte Herausforderung?

Die mittelständisch geprägten Mitgliedsunternehmen hatten an allen Fronten zu tun wie andere Wirtschaftsunternehmen auch (sei es mit Homeoffice, Kurzarbeit, Aufrechterhalten der Kundenbindung bei Kontaktverboten). Es musste der Spagat zwischen kurzfristigen Lieferwünschen und der vielfach durch Kurzarbeit bedingten angespannten Personalsituation bewältigt werden. In der Lockdownphase war es stellenweise schwierig, aufgrund der Coronaschutzbestimmungen Baustellen abzuwickeln.

Äußern sich Ihre Kunden zur  Investitionswilligkeit?

„Zögerlich, zurückhaltend, vorsichtig“ sind die meistgenannten Adjektive, wenn der Investitionswille der Handelskunden beschrieben werden soll. Das Jahr 2020 scheint bei vielen abgehakt zu sein. Alles konzentriert sich auf 2021. Es gibt aber auch – wenngleich weniger - Stimmen, die „jetzt erst recht“ sagen. Folgerichtig sind das Kunden aus Branchen wie LEH oder Drogerie, die in der Krise gut verdient haben. Oft fließt das Geld in digitale Infrastruktur, der POS soll digital aufgerüstet werden.